Gravenbruch feiert Jubiläum – Großer Andrang in der Ludwig-Uhland-Schule macht Zusatztermin im Februar erforderlich.
NEU-ISENBURG / GRAVENBRUCH. Unter dem Motto „Schöner Wohnen in Gravenbruch – 65 Jahre Wohnstadt im Grünen“ fand am 4. Dezember 2025 eine feierliche Jubiläumsveranstaltung in der Aula der Ludwig-Uhland-Schule statt. Das Interesse der Bürgerinnen und Bürger war so überwältigend, dass die Aula restlos ausgebucht war und über 50 weitere Interessierte auf einen Zusatztermin am 25. Februar 2026 verwiesen werden mussten.

Ein Programm zwischen Historie und Gegenwart
Die vom Verein für Geschichte, Heimatpflege und Kultur Neu-Isenburg (GHK) organisierte Veranstaltung bot ein abwechslungsreiches Programm. Durch den Abend führte Joachim Reinhard, der als langjähriger Gemeindepädagoge der Evangelischen Kirche fest im Stadtteil verwurzelt ist.
Neben einem Fachvortrag von Frau Dr. Heidi Fogel über die ursprüngliche Idee der Wohnstadt wurde erstmals ein historischer Film von Otto Schnorr gezeigt, der die Entwicklung Gravenbruchs von 1963 bis 1991 dokumentiert. Grußbotschaften der Oberbürgermeister aus Frankfurt und Offenbach unterstrichen die regionale Bedeutung des Stadtteils. Zudem präsentierte Schulleiterin Linda Dörrschuck das aktuelle pädagogische Konzept der Ludwig-Uhland-Schule.
Zeitzeugen berichten: Von den Anfängen bis heute

Das Herzstück des Abends bildeten die persönlichen Berichte der Zeitzeugen, die die Geschichte Gravenbruchs lebendig werden ließen:
- Pioniere der ersten Stunde: Renate Kilian, die seit Januar 1963 in Gravenbruch lebt, erinnerte sich an ihren ersten Besuch in einem Supermarkt im damaligen Ladenzentrum. Ingeborg Trimpert berichtete von der Anfangszeit, als Gottesdienste noch in einer Wohnung im Schönbornring stattfanden, bevor sie später den Reiterverein Gravenbruch jahrelang leitete.
- Kindheit im Grünen: Torsten Semsroth, aufgewachsen in der einst „kinderreichsten Stadt Deutschlands“, schwärmte vom Schlittschuhlaufen auf dem gefrorenen See am Forsthaus und seinem Engagement im Tennisclub Foresta.
- Engagement und Integration: Petra Ost und Martina Schricker beleuchteten das soziale Gefüge. Während Schricker als beliebte Kassiererin und Kantorin der katholischen Gemeinde bekannt ist, engagiert sich Ost seit 2010 intensiv im Nachbarschaftsverein für die Integration von Geflüchteten.
- Kultur und Gemeinschaft: Der langjährige Pfarrer Holger Mingram („Seelsorger mit Gitarre“) ließ die legendären Gemeindefeste Revue passieren – inklusive Hubschrauber-Landungen auf dem Dreiherrnsteinplatz und Auftritten der Jakob-Sisters.
Ausblick: Zusatzveranstaltung im Februar
Aufgrund der hohen Nachfrage wird die Veranstaltung am Mittwoch, den 25. Februar 2026 um 18:00 Uhr im Edith-Stein-Zentrum wiederholt. Dann werden weitere Zeitzeugen, wie der ehemalige JUZ-Leiter Hans-Joachim „Hugo“ Dangeleit, zu Wort kommt.
Anmeldungen für den Zusatztermin nimmt der GHK telefonisch (Vorwahl Neu-Isenburg) / 33376 oder per E-Mail info(at)ghk-neu-isenburg*de entgegen.

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